MARKTNEWS                                                        Dienstag, 29. November 2022

 Letztes Update; Dienstag, 29. November 2022, 08:55 Uhr  

 

Heizölpreise stabilisieren sich nach Spekulationen über Fördermengen -  Heizölpreise günstig wie schon lange nicht mehr!

 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den kräftigen Verlusten der Vortag gestern stabilisieren und bis Handelsschluss sogar leichte Gewinne erzielen können. Auch heute Morgen geht es im asiatisch geprägten Handel weiter nach oben, sodass die Heizöl-Notierungen stabil bis leicht steigend in den Tag starten werden.

 

Am kommenden Sonntag, 4. Dezember 2022, trifft sich die OPEC zum letzten Mal in diesem Jahr, um über die Produktionsquoten ab Januar 2023 zu beraten. Gab es erst kürzlich das Gerücht, dass diese wieder etwas angehoben werden könnten, gehen nun neue Spekulationen um, dass die Fördermengen sogar noch weiter gesenkt werden sollten. Dies ist auch unter Analystenkreisen das wahrscheinlichere Szenario und so reagierten die Rohölpreise gestern auch leicht nach oben.

Hauptgrund für die erwartete Quotensenkung ist die Lage in China. Hier haben die Corona-Neuinfektionen ein neues Rekordhoch erreicht und die nach wie vor sehr restriktiven Einschränkungen werden von immer mehr Chinesen nicht mehr ohne Protest hingenommen.

Ein wichtiger Input für das Treffen der wichtigsten Ölproduzenten wäre sicherlich auch der geplante Preisdeckel auf russisches Öl. Hier konnte man sich aber innerhalb der EU noch nicht auf einen Preis einigen, so dass es hierzu bislang noch grosse Unsicherheiten gibt, sicherlich auch für die OPEC. Sollte der Preis sehr niedrig angesetzt werden, würde Russland mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit die Förderung zurückfahren und sich die Angebotslage wieder verschärfen. Ein zu hoher Preis würde das Ziel, die russischen Öleinnahmen zu reduzieren, verfehlen und insgesamt das Ölpreis-Niveau eher weiter nach unten drücken.

Die Heizölpreise haben innerhalb von nur drei Monaten über 40 Rappen pro Liter nachgegeben und stehen auf dem niedrigsten Niveau seit Kriegsbeginn. Geht es nach aktuellen Berechnungen sollten die Notierungen heute Morgen etwas anziehen, erste Preistendenzen lassen hier aber eher moderate Bewegungen erwarten. Die Preise bleiben aber weiterhin auf einem tiefen Niveu.

 

> Unsere Marktbeurteilung ist eine Momentaufnahme von heute Vormittag.