Marktinformationen Mittwoch, 3. Juni 2026
Heizölpreise tendieren wieder nach oben, Unsicherheit am Ölmarkt bleibt hoch
Die Ölpreise an den internationalen Rohstoffmärkten haben nach einem verhaltenen Handelsauftakt deutlich zugelegt und setzen ihren Aufwärtstrend im asiatischen Handel am heutigen Morgen fort. Entsprechend steigen auch die Heizölpreise in der Schweiz erneut wieder an.
Aktuelle Lage am Markt
An den Märkten wächst die Nervosität. Noch immer konnte keine Einigung zwischen den USA und dem Iran erzielt werden, die unter anderem eine Wiederöffnung der seit Anfang März blockierten Strasse von Hormus ermöglichen würde. Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Erdöl aus dem Persischen Golf.
Zwar prüft Teheran Berichten zufolge einen neuen Vorschlag aus Washington, gleichzeitig werden jedoch weiterhin gegenseitige Angriffe gemeldet. Die seit Wochen laufenden diplomatischen Bemühungen haben bislang keine erkennbare Annäherung gebracht.
Gleichzeitig nehmen die Warnungen vor einer möglichen Versorgungsknappheit zu. Insbesondere Vertreter der Internationalen Energieagentur (IEA) weisen darauf hin, dass die weltweiten Lagerbestände in hohem Tempo sinken und bereits vor dem Höhepunkt der sommerlichen Nachfrage kritische Tiefstände erreichen könnten. Zudem wird davon ausgegangen, dass selbst nach einer politischen Einigung sechs bis acht Monate vergehen würden, bis die Strasse von Hormus wieder vollständig für den Ölverkehr geöffnet werden kann. Vertreter der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) rechnen sogar damit, dass eine vollständige Normalisierung der Versorgungslage bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen könnte.
Aussichten / Empfehlung
Für Schweizer Heizölkunden deutet sich heute eine weitere Verteuerung an. Nach aktuellen Berechnungen dürften die Preise je nach Region und Liefermenge um zirka Fr. 2.00 bis Fr. 2.50 per 100 Liter steigen. Vieles spricht dafür, dass die Tiefststände der vergangenen Wochen inzwischen erreicht worden sind. Gleichzeitig nimmt das Kaufinteresse wieder leicht zu. Sollte sich dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte verstärken, könnte eine höhere Nachfrage zusammen mit angespannten internationalen Versorgungsverhältnissen zu zusätzlichen Preisaufschlägen führen.
Voegtlin-Meyer AG …. mit Energie unterwegs
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